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Schadenersatz bei freilaufenden Hunden


Entstehen Schäden alleine durch die Tatsache, daß sich jemand vor einem freilaufenden Hund erschrickt oder gar bedroht fühlt und deshalb wegrennt und dabei einen Schaden verursacht, so hat der Halter des freilaufenden Hundes den entstandenen Schaden zu tragen. Die Ursache des Weglaufens und des daraus resultierenden Schadens geht eindeutig vom Hund aus.

Nach §833 BGB muß der Hundebesitzer im Rahmen der Tierhalterhaftung diesen Schaden ersetzen.

(AG Frankfurt, Az. 32 C 2314/99-48)


Hier spielt es auch keine Rolle, ob der freilaufende Hund „etwas macht“ oder ob er „nichts macht“. Es gibt nun einmal Menschen, die sich vor Hunden fürchten und dieser Angst wird mit diesem Urteil Rechnung getragen. Auch wenn es so manch ein Hundehalter nicht wahr haben möchte, aber das Wohl eines Menschen steht immer über dem Wohl eines Tieres.


Ein gleichlautendes Urteil hat auch das Oberlandesgericht Düsseldorf gefällt.

Im verhandelten Fall ist ein Kind aus Angst vor einem freilaufenden Collie auf eine Straße gerannt und wurde durch einen PKW verletzt. Der Hundehalter muß Schadenersatz leisten, da die Verletzungen des Kindes ursächlich aufgrund der Situation des nicht angeleinten Hundes und der daraus resultierenden Reaktion des Kindes entstanden sind.

(Oberlandesgericht Düsseldorf, Az.: 15 W 13/94)

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